Einkaufsgeständnisse

„Ich wünschte, ich hätte ne andere Mama und die würde nur Süßkram kaufen“, sagt meine Vierjährige beim Einkaufen. „Dann wäre ich fröher.“

„Aber das bin ja dann nicht ich“, erwidere ich, vielleicht minimal pikiert.

Unbeeindruckt davon träumt die Kleine weiter: “…und die würde ich dann Daniela nennen. Süßigkeiten-Daniela.“

Wuschelfrisur

Kind 2 (4) ist gerade aufgestanden. Die blonden Locken stehen in alle Richtungen. Der Pony hängt in die Augen.

Ich beginne ein schon häufig geführtes Gespräch:

„Du siehst fast nichts mehr. Wir müssen mal wieder zum Friseur.“

K2: „Nein ich geh nicht zum Friseur.“

Ich antworte: „Aber deine Haare stehen in alle Richtungen. Willst du keine langen Haare?“

K2: „Doch.“

„Dann müssen wir halt ein Spängchen reinmachen in den Pony. Oder Zöpfe machen. Oder wenigstens einen Haarreif, der die Haare zurückhält von den Augen. Oder ein Haarband.“

K2 protestiert: „Nein, ich mag keine Spängchen und keinen Zopf und keinen Haarreif. Ich mag garnix!“

„Okay, du möchtest also einfach eine wilde Wuschelfrisur?“

K2: „Das heißt nicht wilde Wuschelfrisur.“

„Sondern?“

K2: „Haare!“

Mensch, ärgere dich nicht

Wir spielen „Mensch, ärgere dich nicht“ zurzeit jeden Abend. Keine allzu kleine Herausforderung, denn das Spiel macht seinem Namen alle Ehre, indem es ewig dauert und kurz vorm Ziel gerne mal für viel Frust sorgt. Diesmal bei mir.

Leicht genervt würfele ich und überlege, welche meiner Figuren ich mit der Punktzahl am wenigsten in Gefahr bringe. Der Mann, ebenfalls schon leicht genervt und bei Spielen ein eher ungeduldiger Kandidat, äußert Missmut ob meiner Langsamkeit – es geht ihm nicht schnell genug. Doch die Dreijährige ergreift sofort das Wort und verteidigt mich mit einem lauten:

„Jeder rückt, so lang er will – DU PIPI!“

Recht hat sie