Große Schwester

Die Kleine und die Große waren gestern auf dem Spielplatz. Zu Hause bemerke ich ein aufgeschlagenes Knie bei der Kleinen. Sie sei hingefallen, so die Information. Wer Kinder hat, kennt es aber…langsam tröpfelnde Informationsbrocken, täglich ein bisschen, bis man die ganze Nachricht endlich vor sich liegen hat.

Heute Morgen beim Frühstück war es so weit:

„Mama, der Junge hat der Anna gestern eine Stolperfalle gestellt.“

Welcher Junge?

„Den kenn ich aus dem Kinderturnen.“

Und wie heißt der?

„Weiß ich nicht.“

Und was hast du gemacht?

„Ich hab den SO RICHTIG zusammengeschissen.“ (Anm. der Red.: Jaja, die Ausdrucksweise…)

Ja und was hast du gesagt?

„Ich hab dem gesagt, wenn er das nochmal macht, DANN…“

Ja??

„…spiel ich mit meiner Schwester woanders, ganz weit weg von ihm!!“

Ah, das hast du sehr gut gemacht! Da bin ich aber stolz auf dich.

Meine Sechsjährige. So bedrohlich wie ein Eichhörnchen.

Schlitzohr

Meine große Tochter hat sich wieder einmal selbst übertroffen.

Vor einigen Tagen sprachen wir über das, was der Osterhase so bringt und dass an diesem Tag sehr viel Süßes gegessen wird. Da es ein Sonntag ist und sonntags bei uns Nutellatag ist, erklärte sie ganz erwachsen, dass man an diesem Tag ja ausnahmsweise ein gesundes Frühstück machen könne, weil es ja so viele Süßigkeiten gibt und damit es nicht zu viel wird.

Ich war ein wenig stolz und unterstützte diese sinnvolle Idee umgehend.

Einige Tage vergingen.

Heute, der Tag vor Ostern, laufen wir die Treppe herunter und sie erwähnt ganz beiläufig:“Ach, Mama, wir könnten ja diese Woche auch mal das Samstag- und das Sonntagsfrühstück tauschen und heute Nutella essen, oder? Morgen gibt es ja eh keins.“

Schlitzohr, ausgekochtes…

Aber wer könnte da nein sagen.