Erziehung? Easy peasy!

Die große Tochter ist nach dem Fasching im Kindergarten grandioser Laune. Als ich sie darum bitte, mir ein Taschentuch für die kleine Schwester zu holen, brüllt sie mich in voller Lautstärke an, ob sie denn unsere Dienerin sei.

Ich erkläre ihr daraufhin, dass dem nicht so ist, denn wäre sie eine Dienerin, dann bekäme sie ja Geld für die erbrachten Dienstleistungen. Als sie daraufhin Geld für das geholte Taschentuch verlangt weise ich sie darauf hin, dass wir das gern so machen können, ich dann im Gegenzug aber auch für jegliche Dienstleistungen künftig Bezahlung erwarte. Ich verlange umgehend Geld für das Schließen ihrer Jacke, woraufhin sie jammert, sie habe kein Geld. Ich erwidere, dass sie wohl daraufhin viele Dinge künftig alleine machen müsse, wenn wir uns fortan für kleine Gefälligkeiten innerhalb der Familie bezahlen. Zur Erläuterung zähle ich auf, welche Dienstleistungen in Zukunft zu bezahlen wäre.

Ihr Gesicht spricht Bände und zeigt, dass sie von meinem Vortrag geradezu gefesselt ist.
Ich überlege, an welcher Stelle ich noch den Spruch „So lange du deine Füße unter meinen Tisch streckst…“ anbringen kann…naja, vielleicht ein andermal.

Erziehen? Kann ich!

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