Wuschelfrisur

Kind 2 (4) ist gerade aufgestanden. Die blonden Locken stehen in alle Richtungen. Der Pony hängt in die Augen.

Ich beginne ein schon häufig geführtes Gespräch:

„Du siehst fast nichts mehr. Wir müssen mal wieder zum Friseur.“

K2: „Nein ich geh nicht zum Friseur.“

Ich antworte: „Aber deine Haare stehen in alle Richtungen. Willst du keine langen Haare?“

K2: „Doch.“

„Dann müssen wir halt ein Spängchen reinmachen in den Pony. Oder Zöpfe machen. Oder wenigstens einen Haarreif, der die Haare zurückhält von den Augen. Oder ein Haarband.“

K2 protestiert: „Nein, ich mag keine Spängchen und keinen Zopf und keinen Haarreif. Ich mag garnix!“

„Okay, du möchtest also einfach eine wilde Wuschelfrisur?“

K2: „Das heißt nicht wilde Wuschelfrisur.“

„Sondern?“

K2: „Haare!“

Barbie-Läuse

„Diese Barbie hier hat auch keine Läuse mehr“, äußert die Dreijährige, nachdem sie fachmännisch die von pinken Strähnen durchzogene Plastikmähne mit Badeschaum und einem Kamm durchforstet hat. „Gibst du mir die Nächste?“

„Klar“, antwortet die Siebenährige, „wir müssen bei allen ganz genau nachgucken. Vergiss nicht hinter den Ohren zu schauen. Und du musst viel Haarspülung nehmen.“

Der Läusealarm in der Grundschule hat uns nachhaltig geprägt, würde ich mal sagen.